Mediation und Recht

Mediation und Recht

Recht haben und Recht kriegen sind zwei paar unterschiedliche Stiefel!

Dies dürfte eine Erkenntnis sein, die jeder -mal mehr oder mal weniger- erfahren hat und unterliegt daher immer auch subjektiven Einflüssen.

Ob das Mediationsverfahren als gerecht empfunden wird, hängt demgemäß vom jeweiligen Blickwinkel ab, zumal hier das Wort „Gerechtigkeit“ noch stärker von subjektiven Vorstellungen geprägt ist, als bei einem gerichtlichen Verfahren.

Zumindest lassen sich Faktoren zusammentragen, die durchaus als gerechtigkeitsfördernd gesehen werden können: Freiwilligkeit der Teilnahme, Entscheidungen werden selbst getroffen, Rechtskonformität, Zufriedenheit der Parteien und (soziale) Nachhaltigkeit.

Als ungerechte Elemente der Mediation können empfunden werden: Verzerrung durch das Verfahren an sich (aktive Kommunikation), Rolle und Einfluss des Mediators, mögliche Manipulation seitens der teilnehmenden Parteien und sonstige Barrieren (Sprache, Charakter, Verständnis, etc.).

Bei genauerem Blick auf die „ungerechten“ Merkmale fällt jedoch auf, dass diese ohnehin im Konflikt allgegenwärtig sind – ob nun in der Mediation, im Privaten oder vor Gericht.

Zusammenfassend kann das Mediationsverfahren zumindest insofern als gerecht gelten, als dass dieses zum einen durch das Mediationsgesetz formalisiert wurde und zum anderen das Ergebnis der Mediation legal bindend ist, sofern es zur Erstellung eines Vertrages kommt.

Zudem sprechen weitere Aspekte für eine verfahrenstechnische Gerechtigkeit eines Mediationsverfahrens.

So gelten für die Teilnehmer einer Mediation die gleichen Regeln und Umstände; jede Partei kann sich gleichermaßen einbringen.

Da die Rolle des Mediators allparteilich ist, wird keine der Parteien bevorzugt. Zu einer Lösung kommt es nur, wenn alle Parteien zustimmen. Verständigung und Verständnis der Parteien sowie Kompetenz des Mediators spielen hierbei eine entscheidende Rolle.

Schließlich kann das Mediationsverfahren auch unter dem Stichwort der Ergebnisgerechtigkeit Punkte für sich verbuchen.

So wird ein Ergebnis in der Regel dann als gerecht empfunden, wenn es für alle Parteien gewinnbringend ist. Mediation als ergebnisoffenes Verfahren kann dies nicht immer garantieren, z.B. wenn es zu keiner Einigung kommt.

Kommt es jedoch zu einer Einigung, so ist diese regelmäßig gerecht, da ein Vertrag nur unterschrieben wird, wenn alle Parteien einverstanden sind.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Mediationsverfahren liefert das Mediationsgesetz, welches seit Juli 2012 in Kraft ist.

Daneben bestimmt § 7a BORA für Rechtsanwälte, wann diese als Mediatoren fungieren dürfen.

In diesem Kontext dürfen wir darauf hinweisen, dass wir neben der reinen Mediationstätigkeit als Rechtsanwälte beraten und unterstützen und ich auch die Bezeichnung Anwaltmediator führe.

Für ein besseres Verständnis eines Anwaltmediators, erhalten Sie hier weitere Informationen.

Sofern Sie sich ein Bild von meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt machen wollen oder statt einer Mediation eine Rechtsberatung wünschen, stehe ich Ihnen als Partner der Kanzlei multimediarechtler gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Das gesamte Spektrum der Anawaltstätigkeit wurde für Sie auf der Präsenz www.goedings.de aufbereitet. Ich freue mich über Ihr Interesse.

 

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