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Konflikte auf Sach-/Beziehungsebene

Neben den Konflikttypen und den Konfliktfaktoren lassen sich Aussagen zu den verschiedenen Konflikten auf der Sachebene einerseits und der Beziehungsebene andererseits treffen.

Konflikt auf der Sachebene

So zeichnet sich beispielsweise ein Konflikt auf der Sachebene dadurch aus, dass sich dieser vornehmlich in der Berufs- und Arbeitswelt anzutreffen ist und sich auf betriebliche Arbeitsabläufe, knappe Ressourcen, Leistungsanforderung, hierarchische Strukturen und ähnliches bemerkbar macht. Hier sind oftmals wechselseitige Reaktionen zu befürchten, da die Individualinteressen hinter den Zielvorgaben zurückbleiben können oder eigene Ziele revidiert oder schlichtweg nicht durchgesetzt werden.

Konflikt auf Beziehungsebene

In der Beziehungsebene machen sich Konflikte im Kommunikationsstil, der Wahrnehmung, persönlichen Einstellung und im Arbeitsstil bemerkbar.

So zeichnet sich der Kommunikationsstil häufig dadurch aus, dass Gespräche nicht offen geführt, Informationen unzureichend oder gar falsch vermittelt werden, Geheimnisse und Lügen verbreitet werden und Drohungen/Druck anstelle einer offenen Diskussion treten.

Die Wahrnehmung der anderen Konfliktpartei ist dagegen meist verzerrt und der Fokus wird auf die Unterschiede gelegt und nicht mehr auf die Gemeinsamkeiten. Im Allgemeinen sind auch Fehlinterpretationen zu beobachten (z.B. Absichten des anderen werden als feindselig eingestuft).

In der persönlichen Einstellung kann beobachtet werden, dass das Vertrauen zum anderen abnimmt und an diese Stelle Feindseligkeiten treten. Eine Kooperation findet ebenso wenig wie eine Unterstützung der anderen Partei statt. Dafür überwiegt die Bereitschaft, den anderen auszunutzen, bloßzustellen und herabzusetzen.

Und Schließlich macht sich der Konflikt auch am Arbeitsstil bemerkbar, indem Aufgaben nicht mehr als gemeinsame Anforderung wahrgenommen werden, sondern vielmehr jeder versucht, alles alleine zu machen, um einer möglichen Ausbeutung und Bloßstellung zu vermeiden.

Sollten Sie in Ihrem Unternehmen solche Konfliktpotentiale erkennen, ist unbedingt Handlungsbedarf angezeigt, um eine weitergehende Eskalation zu vermeiden und deeskalierend auf die Situation einzuwirken.

Anhand der verschiedenen Konflikttypen, Konfliktfaktoren, und Eskalationsstufen haben Sie nunmehr die Möglichkeit, frühzeitig eine grobe Einordnung des Konflikts vorzunehmen. Dadurch trainieren Sie Ihr Bewusstsein und Sensibilität für Konflikte.

Gerade in Situationen mit überschaubaren Konflikten können Sie diese und sich selbst in diesen Erkennen und eventuell sogar Gegensteuern. Weitere Tipps finden Sie hier.

Eine klare Trennung zwischen Beziehungs- und Sachebene lässt sich innerhalb eines Konflikts kaum ziehen, da beide miteinander verbunden sind. Dieser Umstand wird von der Mediation getragen, da innerhalb eines Mediationsverfahrens immer Fakten und Gefühle geäußert werden und eine Entflechtung der verschiedenen Ebenen angestrebt wird.

Siehe Hierzu auch: Phasen der Mediation

Natürlich stehen wir Ihnen bei Bedarf als Mediator zur Seite und freuen uns über eine Kontaktanfrage.

 

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